Gesundes Raumklima und Neues aus der Medizin: Ballaststoffe verlängern das Leben

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Raumklima
Kleine Auswahl leckere ballaststoffhaltige Lebensmittel

Gesundes Raumklima und

Neues aus der Medizin: Ballaststoffe verlängern das Leben

Neulich wurde ich wieder Zeuge eines typischen Konfliktes in der Partnerschaft.

 

„Mann, ist das heiß hier im Wohnzimmer“ stöhnte mein Freund und schaltete rigoros den Thermostat an dem großen Heizkörper wieder auf Sparmodus. Ein prompter Aufschrei seiner Partnerin und folgende zunehmend erregte Diskussion zwischen den beiden war die Folge. Ich habe mich lieber aus dem Staub gemacht.

 

Die Situation ist typisch für die deutlichen Unterschiede der Geschlechter. Männlein und Weiblein ticken nun mal unterschiedlich. Sind es die Hormone?

 

In jedem Fall strahlen die unterschiedlichen Wahrnehmungen auch in die Arbeitswelt aus. Hier ist das Raumklima in den Büros eines der Brennpunkte. Frauen möchten es lieber wärmer, Männer sind meistens mit kühleren Temperaturen zufrieden.

 

Aber nicht nur die Temperatur ist ein Streitpunkt. Die IKK Gesundheit-Plus, wie auch die BG, schreibt:

 

„Etwa 80 Prozent der Bürobeschäftigten klagen über trockene Haut und Augen, ausgetrocknete Schleimhäute in Mund und Nase und eine dadurch erhöhte Infektanfälligkeit. Die optimale relative Luftfeuchtigkeit in Arbeitsräumen liegt zwischen 40 und 60 Prozent bei einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius. Tatsächlich findet man nicht selten Werte unter 20 Prozent, dies gilt insbesondere während der Wintermonate. Mit unseren folgenden vier Tipps bringen Sie zum Wohle Ihrer Gesundheit mehr Feuchtigkeit ins Büro:

 

  1. Auf das richtige Lüften achten

Fenster auf Kipp – das ist im Winter tabu. Denn andauerndes Lüften erhöht nicht die relative Luftfeuchtigkeit, wie vielfach fälschlicherweise angenommen wird. Im Gegenteil: Kalte Luft kann weniger Wasser aufnehmen, als warme. Gelangt kalte Luft in warme Innenräume, so sinkt die relative Luftfeuchtigkeit. Die Luft wird trocken. In der Heizperiode gilt für häufig genutzte Räume: Drei- bis viermal pro Tag Fenster für bis zu drei Minuten weit öffnen (so genanntes Stoß- oder Querlüften).

 

  1. Die Räume nicht überheizen

Je wärmer ein Raum ist, desto mehr Feuchtigkeit muss zugeführt werden, um die optimale relative Luftfeuchtigkeit zu erreichen. Überheizen Sie daher Büroräume nicht. Ideal ist eine Temperatur im Bereich von 20 bis 22 Grad Celsius.

 

  1. Die Feuchtigkeit im Auge haben

Eine gute Kontrolle über die Feuchtigkeit in Ihrem Büro erhalten Sie durch regelmäßiges Messen mit einem Hygrometer. Gute Geräte zeigen zusätzlich Temperatur und Taupunkt an und geben optische Signale, wenn die Luft zu feucht wird und Schimmelbildung droht.

 

  1. Für mehr Feuchtigkeit sorgen

Ist die Luft in den Büroräumen zu trocken, können elektrische Luftbefeuchter Abhilfe schaffen. Für große Räume eignet sich der Einbau von Befeuchtungsanlagen. Achten Sie beim Kauf auf das Zertifikat “Optimierte Luftbefeuchtung” der Berufsgenossenschaft Druck- und Papierverarbeitung, das den hygienischen und sicheren Betrieb der Systeme nachweist. Für kleinere Räume gibt es Luftbefeuchter, die flexibel im Raum positioniert werden können.“

 

Grippeviren lieben es trocken, die Ansteckungsgefahr ist in trockener Luft deutlich erhöht. So fanden amerikanische Forscher 2013 in Morgantown/West-Virgina, daß ein deutlicher Unterschied zwischen 20 und 45 Prozent Raumfeuchtigkeit besteht. Sie positionierten zwei Puppen gegenüber. Eine sprühte fünfmal pro Minute jeweils 100 Millionen Grippeviren aus, ein Bioaerosampler am Mund der anderen Puppe maß mehrfach pro Stunde die Virenaufnahme und analysierte auch die Infektiösität.

Es gab einen deutlichen Unterschied zwischen unter 23 Prozent und 43 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Bei niedriger Luftfeuchtigkeit behielten 70 bis 77 Prozent der Viren die Infektiösität, bei 43 Prozent Luftfeuchtigkeit waren nur noch 14 Prozent krankmachend

 

Dabei stellte sich heraus, dass die relative Luftfeuchtigkeit der entscheidende Faktor für die Übertragung der Viren war. Sie hatte zwar nur einen geringen Einfluss auf die Zahl der aufgefangenen Viren, die Infektiösität der Viren war jedoch bei einer niedrigen Luftfeuchtigkeit deutlich höher: Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 23 Prozent oder weniger hatten 70 bis 77 Prozent der Viren ihre Infektiösität behalten.

Außerdem wurden nach einer Stunde bei 43 Prozent Luftfeuchtigkeit keine infektiösen Viren mehr im Test. Bei 20 Prozent Luftfeuchtigkeit waren sie vier bis fünf Stunden später noch dokumentiert.

 

Was kann man tun:

Trockene Augen: Als Schlagwort geistert „Office Eye Syndrom“ durch die Welt. Es bedeutet, daß man die Lidschlag-Häufigkeit beim dauernden Blick auf den Bildschirm von ca. 25 auf sieben Schläge reduziert. Damit wird weniger Tränenflüssigkeit zugeführt, das Auge trocken und kann jucken.

Also öfter mal „wegsehen“ und zwinkern. Es hilft auch sehr, wenn man einen Tropfen Olivenöl (Vitamin E haltig)  auf der Fingerkuppe in den inneren Augenwinkel und eventuell das Oberlid entlang appliziert. Wirkt als Schutz durch das Öl, welches den Tränenfilm bereichert und die Feuchtigkeit länger hält.

 

Ausgetrocknete Schleimhäute in Rachen und Nase:

Für das Wohlbefinden der Mundschleimhaut regelmäßig Eukalyptus Bonbons lutschen, genug Tee mit ätherischen Ölen trinken.

Es wird immer wieder geraten, ab und an oder mehrfach täglich eine Nasenspülung mit Wasser oder salzhaltigem Wasser (maximal eine isotonische Kochsalzlösung =9 g Salz pro Liter) durchzuführen.

Nach den Lungenfachärzten sollte man das aber NUR im Falle einer Naseninfektion, maximal eine Woche, machen. Im natürlichen Schleimhautfilm befinden sich Abwehrstoffe wie z.B. Immunglobulin IgA und IgG, Lactoferrin, Lysozym, Alpha- und Beta-Defensin. Außerdem würde das Flimmerepithel der Schleimhaut geschädigt.

Eine abendliche Inhalation nach Großmutter Art wäre sicher sinnvoller (Kamillenblüten in einen Topf aufgebrüht, Handtuch über Kopf und den Dampf durch die Nase einatmen)

 

Luftfeuchtigkeit: Hier wird man zum Anheben der Luftfeuchtigkeit in großen Büros nicht um Wasserverdunster herumkommen.

Pflanzen bewirken auch eine Steigerung, aber „nur“ bis ca. fünf Prozent – es sei denn, eine Pflanzenwand würde eingerichtet (Studie der FH Burgenland, welche bei Florawall eine Luftfeuchtigkeits-Steigerung um 25 Prozent nachwies).

 

Was gibt es sonst Neues:

 

Eine neue Metaanalyse aus Dunedin in Neuseeland folgert:

 

30% weniger Herzkrankheiten, Darmtumoren und Diabetes beim Konsum von mindestens 25 bis 30 Gramm Ballaststoffe am Tag

 

Zitat:

Risikoreduktionen um 15–30% für wichtige Volks- und Tumorerkrankungen. Die Gesamtsterberate von Teilnehmern mit viel Ballaststoff-Zufuhr war im Laufe der Studien um 15% geringer, die kardiale Sterberate um 31% und die Schlaganfall-bedingte Todesrate um 22%. Herzinfarkte und Schlaganfälle traten in der Gruppe mit ballaststoffreicher Ernährung jeweils um 24% und 20%, ein Typ-2-Diabetes um 15% seltener auf. Darmtumoren wurden zu 16% seltener beobachtet, die Darmkrebsmortalität war um 13% reduziert.

 

Mit Ausnahme der Herzkranzgefäß-Erkrankungen (KHK) scheinen die Effekte bei Ballaststoffmengen jenseits von 30 Gramm am Tag noch etwas ausgeprägter zu sein. So geht ein Verzehr von mehr als 40 Gramm am Tag mit einer um rund 40% reduzierten Diabetesrate einher. Bei den anderen Krankheiten flachen die Ereigniskurven mit steigender Dosis jedoch deutlich ab, sodass ein Konsum von über 30 Gramm am Tag nur noch wenig zusätzlichen Nutzen zu bringen scheint.

 

Im Internet gibt es reichlich Tabellen zu löslichen und unlöslichen Ballaststoffen und deren Gehalt in den Lebensmitteln.

Suchen Sie sich das aus, was SIE mögen.

(Prinzipiell Vollkornprodukte, Feigenbrot, Nüsse, Kichererbsen : Hummus)

 

Kartoffeln immer mit Schale essen, wenn es Biokartoffeln sind – und sie eventuelle grüne Stellen (Solanin), Augen, Keime ausgestochen sind.

Biokartoffeln dürfen nicht mit keimungshemmenden und schimmelhemmenden Mitteln behandelt werden. Ansonsten gründlichst abbürsten oder als Pellkartoffeln, aber nicht geschält.

Auf dem Beitragsbild befinden sich einige höchst gesunde Lebensmittel mit reichlich Ballaststoffen und Antioxidantien:

Getrocknete Apfelsinenschale (unbehandelt) enthält viele Antioxidantien – In der Schlagmesser-Kaffeemühle wird es zu Pulver gemahlen und gleich ins Müsli getan.

Knoblauchzehen MIT Schale in Essig mit einer Prise Salz einen Monat oder länger eingelegt und MIT der dann weichen Schale gegessen, ist eine Quercetin-Bombe und enthält Ballaststoffe.

 

Für Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

Bleiben Sie gesund und herzliche Grüße

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